{"id":190,"date":"2012-01-14T11:53:49","date_gmt":"2012-01-14T10:53:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oecast.at\/?page_id=190"},"modified":"2012-01-14T12:14:43","modified_gmt":"2012-01-14T11:14:43","slug":"der-amstaff","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oecast.at\/?page_id=190","title":{"rendered":"Der Amstaff"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte und Ursprung<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden werden wir nur einen kurzen Abriss der Geschichte des American Staffordshire Terrier darstellen. Wir empfehlen jedoch die Lekt\u00fcre der B\u00fccher von Dr. Fleig, Kampfhunde\u2026wie sie wirklich sind! (1999 Kynos Verlag), 215 ff und Fraser, American Staffordshire Terrier, (1990\/91 Kynos Verlag) oder auch Peper, Staffordshire Bull Terrier + American Staffordshire Terrier, (Parey Buchverlag).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die sogenannten \u201eBull and Terrier\u201c in Mode. Wie die Bezeichnung schon darauf hindeutet, wurden Bulldoggen mit Terriern gekreuzt, um die Schnelligkeit und Tapferkeit des Terriers mit Mut und Kampfinstinkt des Bulldogs zu vereinen. Das Ergebnis war ein unerschrockener K\u00e4mpfer in der Hundekampfarena.<br \/>\nAls 1835 in Gro\u00df Britannien der Humane Act erlassen wurde, welcher alle blutigen Veranstaltungen, wie Bull-Baiting, Bear-Baiting und Hundek\u00e4mpfe verbot, wurden illegale \u201eblood sports\u201c wie Hundekampf und Hahnenkampf popul\u00e4rer. Diese konnten heimlich in Hinterzimmern und Kellern der Pubs ausgetragen werden. In den einzelnen L\u00e4ndern des damaligen Gro\u00df Britanniens entstanden eigene Zuchten von Bull-and-Terriern. Vor allem in Irland, aber auch in der Grafschaft Staffordshire, welche dem heutigen Staffordshire Bull Terrier den Namen gab, wurde dieser Hundeschlag sorgf\u00e4ltig gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Grund der damaligen miserablen sozialen Verh\u00e4ltnisse, sind viele Bewohner Gro\u00df Britanniens und Irlands in die USA ausgewandert. Dadurch verlie\u00dfen sie auch den Bereich des gesetzlichen Verbotes der Hundek\u00e4mpfe und haben sich wieder in ihrer neuen Heimat dieser blutigen Volksbelustigung zugewandt. Sie z\u00fcchteten weiter und importierten aus England und Irland Hunde, die bereits \u00fcber viele Generationen f\u00fcr den Kampf gez\u00fcchtet wurden. Da sie auf die Abstammung ihrer Zuchthunde achteten, begannen erste ihre Hunde beim UKC einzutragen, wo sie ab 1898 Als \u201eAmerican (Pit) Bull Terrier gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab aber auch Einwanderer, die ihre Hunde f\u00fcr praktische Zwecke einsetzten. So spielten Staffs auf amerikanischen Farmen eine eigene Rolle. Eine ihrer Hauptaufgaben war der Schutz auf der Farm lebender Tiere vor Eindringlingen wie Schlangen, Ratten, B\u00e4ren, W\u00f6lfen und Kojoten. Zus\u00e4tzlich halfen sie ihren Herren, die Herden zu h\u00fcten. Man nimmt an, dass die Siedler immer gr\u00f6\u00dfere Partner unter Wahrung aller geistigen und k\u00f6rperlichen Eigenschaften f\u00fcr die Zucht ausw\u00e4hlten, damit diese bessere Chancen gegen W\u00f6lfe und Kojoten haben. Das d\u00fcrfte die Hauptrolle daf\u00fcr gewesen sein, dass sich der amerikanische Stafford in seiner Gr\u00f6\u00dfe immer mehr von den originalen englischen und irischen Importen unterschied.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab etwa 1930 bem\u00fchten sich die amerikanischen Z\u00fcchter um eine Anerkennung der Rasse durch den AKC. Am 23.05.1936 wurde der STCA gegr\u00fcndet und am 10.06.1936 wurde der Rassestandard der amerikanischen Staffords vom AKC offiziell anerkannt und dadurch wurden auch die AKC Ausstellungen f\u00fcr die Z\u00fcchter ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem dritten STCA Pr\u00e4sidenten William M. Whitaker, der von 1948 bis 1964 dem Club vorstand, wurden bekannte Hundek\u00e4mpfer aus dem Club ausgeschlossen. Als der AKC 1936 sein Register f\u00fcr Staffordshire Terrier er\u00f6ffnete, lie\u00dfen viele Z\u00fcchter gute Hunde aus den verschiedensten Beweggr\u00fcnden nicht eintragen. Bis zum Jahre 1963 war es jedoch gestattet auf AKC-Ausstellungen auch reinrassige Hunde auszustellen, die nicht zuvor beim AKC registriert waren. Diese sogenannten \u201elisted dogs\u201c konnten sogar ein Championat gewinnen, aber die Nachkommenschaft wurde trotzdem nicht beim AKC eingetragen. Einige der Spitzengewinner mit erw\u00fcnschter Blutf\u00fchrung hatten keine AKC-Eintragungsnummer, weshalb man sie f\u00fcr die Zucht von AKC-Welpen nicht einsetzen konnte. Daher bem\u00fchte sich der STCA in den 1960ern das Zuchtbuch f\u00fcr diese \u201elisted dogs\u201c vom AKC \u00f6ffnen zu lassen. Schlie\u00dflich konnten im Zeitraum von Feb. 1960 bis Feb. 1963 qualifizierte W\u00fcrfe ins AKC Register eingetragen, jedoch keine Einzelhunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Amstaff Importe nach Europa erfolgten in den 1970ern. Zu erw\u00e4hnen ist der deutsche Zwinger \u201evom Simba Camp\u201c, dessen Hunde man in vielen der heutigen europ\u00e4ischen Ahnentafeln wieder finden wird. Der erste in \u00d6sterreich eingetragene Amstaff war Bonzo vom Irrb\u00fchl im Jahre 1984.<\/p>\n<h1>Namenswirrwarr<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Hunderasse hat im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte die verschiedensten Namen getragen \u2013 angefangen mit dem Zeitpunkt, als fr\u00fche Bulldoggen und Terrier in England miteinander gekreuzt wurden, sowie \u00fcber ihre weitere Entwicklungsgeschichte in den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1936 wurde die Rasse unter dem Namen \u201eStaffordshire Terrier\u201c auf Antrag des \u201eStaffordshire Terrier Club of America\u201c (STCA) vom AKC anerkannt. Jedoch wurden nicht alle Hunde von ihren Z\u00fcchtern unter diesem Namen beim AKC eingetragen, sondern sie wurden als \u201eAmerican (Pit) Bull Terrier\u201c beim UKC (= United Kennel Club) oder dem ADBA (= American Dog Breeders Association) angemeldet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als 1974 der AKC die englische Hunderasse \u201eStaffordshire Bull Terrier\u201c offiziell anerkannte, wurden die Z\u00fcchter des amerikanischen Rasseverwandten gebeten, einem Namenswechsel zuzustimmen, um Verwechslungen dieser beiden Rassen vorzubeugen. Es wurde das W\u00f6rtchen \u201eAmerican\u201c hinzugef\u00fcgt. Der nationale Zuchtverein STCA \u00e4nderte seinen Namen endg\u00fcltig im Jahre 1988 in American Staffordshire Terrier Club of America (ASTC).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit wurde die Verwirrung um den Namen nicht ganz gel\u00f6st. Noch heute stellen viele Menschen die Frage, was der Unterschied zwischen dem American Staffordshire Terrier und dem American Pit Bull Terrier ist. Die Antwort ergibt sich aus der Geschichte. Bis zum Jahre 1936 handelte es sich um die gleiche Rasse. Dann folgte die Anerkennung durch den AKC und die AKC Z\u00fcchter verwendeten ausschlie\u00dflich beim AKC eingetragene Zuchttiere. Innerhalb der Rasse entwickelten sich ihre Hunde zu einem ausgew\u00e4hlten Schlag, bei welchem in der Zucht das Hauptaugenmerk auf K\u00f6rperbau und Wesen gerichtet war. Somit ist der American Pit Bull Terrier von jeder Eintragung in AKC oder FCI Zuchtb\u00fccher ausgeschlossen. Umgekehrt sind beim UKC Doppeleintragungen m\u00f6glich, sodass heutzutage manche Z\u00fcchter wegen der Ausstellungen ihre Hunde sowohl beim AKC als American Staffordshire Terrier als auch beim UKC als American Pit Bull Terrier eingetragen haben. Der AKC bzw. die FCI sind jedoch nicht bereit Hunde aus Vorfahren einzutragen, die nur beim UKC oder ADBA eingetragen sind.<\/p>\n<h1>Charakter<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pers\u00f6nlichkeit eines Hundes ist von Hund zu Hund verschieden, jedoch gibt es einige Wesensmerkmale, die allen Amstaffs gemeinsam sind.\u00a0Sowohl Amstaff R\u00fcde als auch H\u00fcndin sind sehr selbstbewusste Hunde. Auf der Stra\u00dfe gehen sie selbstsicher, fast arrogant, an anderen Hunden vorbei. Als guter und verantwortungsvoller Besitzer, sollte man aber nie vergessen, wof\u00fcr diese Rasse urspr\u00fcnglich gez\u00fcchtet wurde. Das bedeutet, dass der Amstaff zwar nie selbst den \u00c4rger anfangen wird, wird er allerdings von einem anderen Hund herausgefordert, ist er sofort kampfbereit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rasse ist gegen\u00fcber Menschen sehr freundlich. Freunde der Familie und freundliche Fremde werden wie echte Familienmitglieder st\u00fcrmisch begr\u00fc\u00dft, indem der Amstaff den Besucher von oben bis unten ableckt, anspringt und ungeduldig seine Streicheleinheiten fordert. Zu Kindern ist die Rasse gutartig, da sie gerne toben und spielen. In der Regel ertragen sie jede Zudringlichkeit von Kindern, ohne die Miene zu verziehen. Wird es ihnen zu viel, ziehen sie sich zur\u00fcck. Man sollte nur aufpassen, dass der Amstaff im Spiel ein kleines Kind nicht aus versehen umwirft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sind uners\u00e4ttlich in Ziehspielen, egal ob mit Seil oder einem alten zerfetzen Ball, Fangen und Apportieren von B\u00e4llen und St\u00f6ckchen finden sie ebenfalls klasse. Man muss nur beachten, dass handels\u00fcbliches Spielzeug einem Amstaff nicht standhaltet. Durch ihre wilde Art zerst\u00f6ren sie nahezu jeden Ball, jedes Seil, jeden Spielknochen. Daher sollte man ihnen am besten nur Spielzeuge aus Hartgummi kaufen, da diese am meisten \u201eaushalten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine \u00e4u\u00dferst intelligente Rasse, die schnell lernt, gepaart mit seinem athletischen K\u00f6rper ergibt das einen tollen Arbeitshund f\u00fcr alle m\u00f6glichen Hundesportarten wie Agility, Obedience, Flyball, Breitensport aber auch f\u00fcr die Ausbildung zum Therapie-, Rettungs- oder Lawinensuchhund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Amstaff m\u00f6chte gefordert werden und man sollte ihm die M\u00f6glichkeit geben seinem Menschen zu gefallen, denn das ist es, wonach er strebt. Er wird sich nat\u00fcrlich mit einem Sofaplatz auch begn\u00fcgen, bei zu wenig Auslauf, wird er seinem Drang folgen und einige r\u00fccksichtslose Runden in der Wohnung ziehen, was zur Folge hat, dass keine Vase, kein Stuhl oder \u00e4hnliches, was im Weg steht, auf seinem Platz bleiben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist noch zu erw\u00e4hnen, dass der Amstaff sehr gerne und bei jeder Gelegenheit gr\u00e4bt, d.h. als Besitzer kann man sich von seinem englischen Rasen verabschieden. Und er hat auch ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Sprungverm\u00f6gen, sodass der Zaun eine Mindesth\u00f6he von 170cm haben sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr angenehm ist auch, dass der Amstaff kein Kl\u00e4ffer ist, da er sich seiner St\u00e4rke bewusst ist und daher nur bellt, wenn Gefahr f\u00fcr seine Menschen droht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei liebvoller und konsequenter Erziehung wird dieser erstaunliche Hund Sie in seinen Bann ziehen und Sie werden sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte und Ursprung Im Folgenden werden wir nur einen kurzen Abriss der Geschichte des American Staffordshire Terrier darstellen. Wir empfehlen jedoch die Lekt\u00fcre der B\u00fccher von Dr. Fleig, Kampfhunde\u2026wie sie wirklich sind! 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